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Blockchain

So funktioniert ein blockchain basierter Marktplatz

Bevor wir die traditionelle Wertpapierabwicklung mit jener der Blockchain vergleichen können, braucht es eine kurze technische Einführung...
Autor:in
MARCO NEUMAYER
Datum
4/20/2021

Technische Einführung

Bevor wir die traditionelle Wertpapierabwicklung mit jener der Blockchain vergleichen können, braucht es eine kurze technische Einführung.  

Bei der Blockchain handelt es sich um eine verteilte elektronische Datenbank, die allen Teilnehmer:innen des Netzwerks gemeinsame Bearbeitungs- und Speicherberechtigungen erlaubt. Damit die Informationen bei allen Teilnehmer:innen identisch sind, bedarf es eines gemeinsamen Abstimmungs- und Validierungsprozesses. Im Gegensatz zu einer traditionellen Datenbank wird keine zentrale Instanz zur Verwaltung der Informationen benötigt.

Der wesentliche Unterschied zwischen traditionellen Handels-Infrastrukturen und der Blockchain liegt darin, dass jegliche Art von Werten (in unserem Fall Wertpapiere) mittels der Blockchain direkt zwischen den Teilnehmer:innen  transferiert werden können, ohne das ein:e Intermediär:in involviert werden muss. Was das genau bedeutet, sehen wir uns anhand  der Funktionsweise des traditionellen Wertpapierhandels an.

Funktion des traditionellen Wertpapierhandels

Investor:innen die Wertpapiere kaufen oder verkaufen möchten, schicken die Aufträge zunächst an ihre Depotbank oder ihren/ihre Wertpapiervermittler:in (Broker). Diese leiten dies Aufträge über ein elektronisches Handelssystem direkt an eine Börse weiter. Dort werden die Kauf- und Verkaufsaufträge in einem zentralen System gegenübergestellt und automatisch zusammengeführt (vorausgesetzt Preis und Volumen stimmen überein), wodurch es zu einem Geschäftsabschluss kommt. Der Abschluss hierbei findet allerdings nicht zwischen den Kund:innen selbst statt, sonder zwischen der Depotbank oder dem Broker, die im Auftrag ihrer Kund:innen handeln, und einer zentralen Gegenpartei (Central Counterparty (CCP)).

Die CCP übernimmt bei der Abwicklung der Wertpapiergeschäfte das Erfüllungs- bzw. Ausfallrisiko. Das heißt, die CCP fungiert gegenüber dem/der Käufer:in als Verkäufer:in und gegenüber dem:r Verkäufer:in als Käuferin. Sie gewährleistet, unabhängig ob der/die Käufer:in insolvent wird oder der:die Verkäufer:in gar nicht über das Wertpapier verfügt, dass der Handel auch definitiv stattfindet. Die CCP verringert somit das Risiko im Wertpapierhandel, garantiert die Erfüllung aller Geschäfte und trägt zur stabilität im Finanzmarkt bei.

Wer jetzt allerdings denkt, dass das Wertpapiergeschäft damit erledigt ist, irrt sich. Denn die Erfüllung des Geschäfts, also die tatsächliche Übertragung der Wertpapiere, erfolgt erst zwei Tage nach Geschäftsabschluss (t+2) im sogenannten Nachhandel (dem Clearing & Settlement).

Nach Abschluss eines Handelstags verrechnet die zentralen Gegenpartei all ihre An- und Verkäufe (Forderungen und Verbindlichkeiten) gegenüber den jeweiligen Marktteilnehmer:innen (sog. Clearing), sodass es zu einer gebündelten Abwicklung kommt.  

Die Abwicklung (sog. Settlement) für die eigentlichen Übertragung von Wertpapieren zwischen den Kunden:innendepots bei den Banken und dem Transfer von Geld, erfolgt normalerweise nach dem Prinzip Lieferung gegen Zahlung. Diese Aufgabe wird wiederum von dem sog. Zentralverwahrer (Central Securities Depository (CSD), erfüllt. Dieser ist neben der Abwicklung börslicher und außerbörslicher Wertpapiertransaktionen auch für die unmittelbare Verwahrung von Wertpapieren zuständig und sorgt dafür, dass die Wertpapiere ihren rechtmäßigen Besitzer:innen zugeordnet werden können.

Dezentraler Wertpapierhandel mit Blockchain

Einzelne Teilbereiche, des  zuvor beschriebenen Prozesses eines traditionellen Wertpapierhandels, können mittels der Blockchain zusammengefasst und automatisiert werden. Dabei wird sowohl die Börse, als auch das Clearing & Settlement dezentral von allen Netzwerkteilnehmer:innen organisiert.

Aus Sicht der Investor:innen ändert sich recht wenig. Käufe und Verkäufe können wie gewohnt über die Depotbank oder den Brokers in Auftrag gegeben werden. Damit diese aber tatsächlich in der Blockchain erfasst und veröffentlicht werden können, müssen die jeweiligen Rechte an den Wertpapieren, mittels der digitalen Signatur der Investor:innen, nachgewiesen werden. Durch kryptographische Verfahren, werden die Transaktionen anschließend  signiert und in einem dezentralen Orderbuch auf der Blockchain veröffentlicht.

Ein dezentrales Orderbuch ist nichts anderes, als ein Algorithmus (automatisch ablaufender Programmcodes - häufig als Smart Contract bezeichnet), der die Bedingungen (Kauf/Verkauf, Preis, Stück, etc.) der Aufträge miteinander vergleicht und automatisch zusammenführt. Dadurch kommt das Wertpapiergeschäft zustande.

Anders als in einem zentralen System, in dem die Verrechnung und die Verwahrung von unterschiedlichen Intermediären übernommen werden, können diese Aufgaben, mittels des Algorithmus auf der Blockchain, automatisiert und in Echtzeit durchgeführt werden. Zudem findet der Handel nicht über eine zentrale Gegenpartei (CCP), sondern direkt zwischen den Investor:innen statt.

Die in der Blockchain gespeicherten Wertpapiere, können den Investor:innen, durch die zuvor erwähnte digitale Signatur, eindeutig zugewiesen werden. Dieser Nachweis fungiert als dezentraler Verwahrer.

Die Integrität eines Auftrages, wird vor dessen Durchführung von allen Teilnehmer:innen in einem Netzwerk überprüft. Handelt es sich um einen Kauf, wird zudem überprüft ob der/die Investor:in auch über ausreichend Geldmittel verfügt, um die Wertpapiertransaktion bezahlen zu können. Jeder/Jede Teilnehmer:in übernimmt somit die Aufgaben einer Clearingstelle und garantiert den Erfolg einer Transaktion.

Sobald sämtliche Bedingungen eines Wertpapierhandels erfüllt und geprüft sind, wird eine Wertpapiertransaktion automatisch ausgeführt.

Vorteile durch die Blockchain

Der dargestellte Prozess einer traditionellen Wertpapierabwicklung, lässt erkennen, wie komplex dieser ist und welcher hohe Abstimmungsbedarf sich daraus ergibt. Der wichtigste Vorteil im Einsatz der Blockchain liegt darin, einzelne Prozessschritte zusammenzufassen und mittels eines Algorithmus zu automatisieren. So können die vielen Abstimmungsprozesse zwischen den Intermediären entfallen bzw. verkürzt werden.

Anders als bei zentralen Datenbanken, existiert in einer dezentralen Infrastruktur kein Single Point of Failure, das heißt kein einzelner Intermediär ist für die Funktionsfähigkeit des Netzwerks kritisch. Der Ausfall eines Teilnehmers wird nämlich durch andere Teilnehmer:innen kompensiert, was als Ausfallsicherung interpretiert werden kann.

Auch die zwischengeschalteten Intermediäre können entfallen,  da diese aus rein technischer Sicht nicht erforderlich sind. Durch die automatische Verteilung der Informationen im gesamten Netzwerk, sind diese für alle Teilnehmer:innen verfügbar.

Kurz um

Depotbanken, Wertpapierhändler, Börse, zentrale Gegenparteien (CCP) und Zentralverwahrer machen den traditionellen Wertpapierhandel und dessen Abwicklung unglaublich divers. Die Prozesse sind aufgrund ihrer Komplexität fehleranfällig und verursachen einen hohen Abstimmungsbedarf. Durch die Blockchain können die einzelnen Schritte zusammengefasst und automatisiert werden, sodass Handelsabschluss, Clearing, Settlement und die Buchung zeitgleich stattfinden. Durch die gemeinsame Datenbasis (Blockchain) sind alle Teilnehmer:innen zu jederzeit am selben Informationsstand, was wiederum Zeit und Kosten reduziert. Zudem ist das Ausfallrisiko einer Blockchain wesentlich geringer.

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¹Digitale Immobilienanteile und mit ihnen verbundene Rechte: Bei den auf Brickwise zur Vermittlung angebotenen digitalen Immobilienanteilen handelt es sich um tokenisierte Genussscheine, die kein grundbücherliches Eigentum begründen. Brickwise bietet keine direkten in Investments in Immobilien oder Anteile von Immobilien an. Die angebotenen Genussscheine haben Eigenkapitalcharakter. Der Eigenkapitalcharakter ergibt sich aus der unendlichen Laufzeit, dem weitgehenden Ausschluss ordentlicher Kündigungsrechte, den Mitbestimmungsrechten in Bezug auf die Immobilie und den Ansprüchen der Investor:innen gegenüber der Emittenten auf anteilige Auszahlung des Veräußerungserlöses im Falle der Liquidation der Gesellschaft oder der Veräußerung der Immobilie, auf die sich der tokenisierte Genussschein bezieht. Außerdem haben Investor:innen das Anrecht auf monatliche Ausschüttungen der Überschüsse der Nettomieteinnahmen abzüglich etwaiger Rücklagen, einer Management Fee, einer Liquiditätsrücklage und gegebenenfalls sonstigen zur ordentlichen Verwaltung der jeweiligen Immobilie notwendigen Maßnahmen und Kosten. Die angegebene Mietrendite errechnet sich auf Basis der im Mietvertrag zur entsprechenden Immobilie vereinbarten Miete, abzüglich der oben angeführten Kosten. Weitere Details finden sich in den jeweiligen Investmentbedingungen der emittierenden Gesellschaft.Die über Brickwise erhältlichen digitalen Immobilienanteile sind in Form von Tokens digitalisiert. Token sind digitale (Wert-)Einheiten in Form eines Datensatzes, die aufgrund eines Protokolls in einer Blockchain ausschließlich von der jeweiligen Emittentin erstellt und an den/die Investor:in ausgegeben werden. Jedes einzelne auf diese Weise tokenisierte Wertpapier wird durch einen Token repräsentiert, der im Zeitpunkt der Emission auf der Blockchain „Brickprotocol“ basiert. Brickwise ist nicht Betreiber der Blockchain Brickprotocol.

²Risikohinweise: Unter Risiko ist das Nichterreichen einer erwarteten Rendite des eingesetzten Kapitals und/oder der Verlust des eingesetzten Kapitals bis hin zu dessen Totalverlust zu verstehen. Der Wert des Genussscheines ist unter anderem abhängig vom Substanzwert der Immobilie und unterliegt den nachfolgenden Risiken die zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens führen können: Wertänderungsrisiko – das Risiko, das mit der Änderung der Immobilienpreise verbunden ist; Insbesondere können sich solche Substanzwertänderungen durch Kontaminierungen, Enteignungen, Bau von Öffentlichen Verkehrsmitteln (zB U-Bahn), kriegerische Zerstörung, Terrorismus oder andere nicht versicherbare Risiken. Dem das Risiko, dass Mietensätze nicht schnell an das Marktniveau angepasst werden können und sich hierdurch negative Effekte auf den Ertragswert der Immobilie ergeben. Bonitäts- und Insolvenzrisiko - das Risiko, einer Änderung der Kreditwürdigkeit des Emittenten, d.h. eine mögliche Unfähigkeit zur termingerechten oder endgültigen Erfüllung seiner Verpflichtungen, wie Zahlung der Mietüberschüsse etc. Da Ausschüttungen aus den auf Brickwise angezeigten und zur Vermittlung angebotenen Genussscheinen nur dann erfolgen können, wenn Mieten eingehen, ergibt sich ein Bonitätsrisiko der Emittentin in mittelbarer Form auch daraus, dass der oder die Mieter:in ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt (= Mietausfallrisiko). Das Insolvenzrisiko umfasst das Risiko, dass die Emittentin gänzlich ausfällt, weil sie zahlungsunfähig oder insolvenzrechtlich überschuldet ist. Im Fall der Insolvenz des Emittenten eines tokenisierten Genussscheines besteht kein Ab- oder Aussonderungsanspruch hinsichtlich der Immobilie, auf die sich das Genussrecht bezieht. Es kann diesfalls zu erheblichen Verlusten kommen. Kursrisiko - das Risiko, das mit der Wertschwankungen der Genussscheine verbunden ist. Die auf Brickwise angezeigten und zur Vermittlung angebotenen tokenisierten Genussscheine können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Preisen (= Transaktionspreis oder Kurs) sowohl gekauft als auch verkauft werden. Nach dem Kauf eines Genussscheines kann sich ein späterer Verkaufspreis zum ursprünglichen Kaufpreis sowohl positiv als auch negativ unterscheiden. Der Ertrag der Genussscheine ergibt sich aus laufenden Ausschüttungen und gegebenenfalls aus Veränderungen des Wertes der Immobilie(n). Die laufenden Ausschüttungen sind abhängig von den Nettomieteinnahmen aus der jeweiligen Immobilie. Diese unterliegt den folgenden Risiken: Mietniveaurisiko – das Risiko, das mit der Änderung des Mietniveaus verbunden ist; Nichtvermietungsrisiko – das Risiko, dass das Angebot von Mietflächen die Nachfrage überschreitet und es dadurch zu Leerständen kommt; Kreditrisiko oder Mietausfallsrisiko – das Risiko, das sich aus den möglichen Mietausfällen ergibt.

³Grundbücherliche Besicherung: Die grundbücherliche Sicherheit ist ein im Grundbuch eingetragenes Kollektivpfandrecht zugunsten der Inhaber:innen der tokenisierten Genusscheine in Höhe des Ausgabepreises (Nominale) des tokenisierten Genussscheins. Die Eintragung dieses Pfandrechts erfolgt gemäß § 11 ff des Teilschuldverschreibungskuratorengesetzes 1874, RGBl. 49/1874 idF BGBl. 10/1991. Der Antrag auf grundbücherliche Einverleibung des Pfandrechts wird von der Emittentin unmittelbar nach Erwerb der Immobilie gestellt, die Eintragung kann jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, wodurch sich unmittelbar nach der Emission ein entsprechender Zeitraum ergeben kann, in dem das Pfandrecht noch nicht im Grundbuch eingetragen ist. Zudem besteht das Risiko, dass die Eintragung des Pfandrechts durch das Grundbuchsgericht abgelehnt wird.

⁴Übertragung von digitalen Immobilienanteilen und Liquiditätsrisiko: Inhaber:innen tokenisierter Genussscheine können andere Investor:innen über das von Brickwise angebotene Bulletin Board dazu einladen, Angebote zum Kauf oder Verkauf der tokenisierten Genussscheine zu legen. Es ist nicht gewährleistet, dass tokenisierte Genussscheine zum gewünschten oder einem anderen Zeitpunkt wieder verkauft werden können. Der Verkauf tokenisierter Genussscheine erfordert eine(n) Käufer:in, der/die bereit ist, den vom/von der Verkäufer:in angebotenen Verkaufspreis zzgl. Transaktionskosten zu bezahlen. In diesem Sinne kann nicht ausgeschlossen werden, dass tokenisierte Genussscheine nicht wieder verkauft werden können.
Die Brickwise Investment GmbH erbringt ihre Dienstleistungen als vertraglich gebundener Vermittler im Sinne von § 3 (2) WpIG und wird bei der Vermittlung von Finanzinstrumenten gemäß § 2 (2) Nr. 3 WpIG ausschließlich für Rechnung und unter Haftung der Effecta GmbH, Florstadt, tätig.
Die Übertragung der über Brickwise erhältlichen tokenisierten Genussscheine erfolgt durch Übertragung des jeweiligen Tokens auf der Blockchain außerhalb der Brickwise App und ist keine Dienstleistung der Brickwise Investment GmbH. Die sachenrechtliche Übertragung (Modus) der tokenisierten Genussscheine erfolgt auf dezentralem Wege über das Brickprotocol und gilt mit der Änderung der Zuordnung eines Tokens, welcher das zu übertragenden tokenisierte Wertpapier repräsentiert, vom/von der Verkäufer:in an den/die Käufer:in als bewirkt.
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